Anlässlich des tausendsten Artikels bei kLAWtext möchte ich hier eine kleine Rückschau auf viereinhalb Jahre Bloggen geben:
Der Anfang:
Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen
Januar 2009. Alles fing an mit einem Beitrag zu den einst geplanten Internet-Sperren:
Zensur gegen Kinderpornographie?. Ein sperriges Thema mit lediglich 14 Lesern, das aber im Laufe der Zeit durchaus einige
Brisanz entwickelte. Die Zahl der Leser meines Blogs stieg dann mit der Zeit, schon mein dritter Artikel über
private E-Mails am Arbeitsplatz hatte immerhin 132 Abrufe. Der erste Artikel mit vierstelliger Abrufzahl (1.269) ging dann über die damals aktuellen und in letzter Zeit glücklicherweise weniger aktiven
Abofallen - das war im Februar 2009.
Und fünfstellig wurde es dann erst ein Jahr später: Ein Kollege war mit seinem neuen iPhone gleich in eine Abofalle get
appt, weswegen ich mich auf die Suche nach einer Schutzmöglichkeit machte. "
Drittanbietersperre" hieß und heißt das Zauberwort, und der zugehörige
Artikel liegt mittlerweile bei über 32.000 Abrufen.
Pornös:
Wie Überschriften die Leserzahl steigern
Sex sells, das merke ich auch heute noch an dem Artikel zum Browser Firefox, der in seiner damals aktuellsten Version einen sicheren Surfmodus anbot, weswegen er den Namen "Porno-Browser" verpasst bekam. Über Google-Suchen nach diesem oder ähnlichen Begriffen bekam der Artikel
Porno-Browser? Firefox 3.5, Datenschutz und "Privater Modus" immerhin fast 3.000 Leser.
Das mit den Überschriften klappt aber nicht immer so gut. Die schöne Alliteration "
Bibbern beim Blockbuster" zum Beispiel blieb weithin ungelesen. Und auch so nette Artikel wie "
KitCad oder der Vier-Finger-Schokoriegel" blieben einem größeren Publikum verborgen. Wie schade.
Was dagegen immer hilft, ist die
Schützenhilfe von Mit-Bloggern. Aus diesem Grunde habe ich nicht nur eine Blogroll auf der rechten Seite eingeführt, sondern verlinke interessante Artikel meiner Kollegen gerne - hier im Blog, aber auch bei
Twitter,
Google+ etc.
Hä?
Die am häufigsten gestellte Frage
Die Frage, die ich in Bezug auf diesen Blog am häufigsten gehört habe, ist: Wie spricht man "kLAWtext" eigentlich aus?
Und ich muss sagen, so hundertprozentig kann ich darauf gar keine Antwort geben. Der Name spielt mit dem deutschen Wort "Klartext" und dem englischen "Law", also Recht, Gesetz. Also müsste man es eigentlich "k
lɔːtɛkst" aussprechen. Ich habe aber auch schon "Klotext", "K-Law-Text" (also: "keɪ-lɔː-tɛkst") oder "Klaftext" gehört.
Der Name fiel mir übrigens im Moment der Anmeldung zu blogger.com ein, ohne dass ich lange darüber nachgedacht hätte. Einmal kurz gegoogelt und im Markenregister nachgeschaut, dann war klar, dass der Name offenbar noch nicht gebraucht wurde. Und ich muss sagen, er gefällt mir auch heute noch.
Und nun:
Wie geht´s weiter?
Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen, das sagte ich bereits am Anfang des Artikels.
Denn Bloggen ist etwas für Leute, die gerne schreiben, die auch kein Problem damit haben, wenn auch (in den eigenen Augen) noch so gut geschriebene und interessante Artikel nicht ankommen. Blogger brauchen auch viel Zeit, das darf man nicht unterschätzen. Es geht dabei nicht nur um das Schreiben an sich. Sondern vielmehr auch um die Suche nach einem richtigen Aufhänger, dem richtigen Thema, dem tollen Titel.
Und es ist nicht damit getan, einmal viel Arbeit zu investieren und sich dann auf den Lorbeeren auszuruhen. Denn ein Blog will leben. Und es lebt davon, dass darin geschrieben wird. Am besten nicht nur vom Betreiber, sondern auch von den Lesern. Da schaue ich immer wieder neidisch zu meinen Kollegen
Udo Vetter,
Thomas Stadler oder
Thomas Schwenke, bei denen sich unter den Artikeln regelmäßig viele Kommentatoren tummeln.
Aber es macht einfach sehr viel Spaß zu schreiben. Und das ist es, was diesen Blog auch am Leben hält.
Manchmal frage ich mich darum, ob ich nicht professionell schreiben sollte - also gegen Geld. Angebote in diese Richtung sind aber leider rar gesät (
zwinker, zwinker). Aber immerhin, das will ich nicht verschweigen, kommt über den Blog ja auch der ein oder andere Mandant hierher, was mich natürlich immer besonders freut.
Zum Abschluss dann doch noch ein paar Zahlen: Mitte 2012 hatte ich dann nach dreieinhalb Jahren
eine halbe Million Abrufe. Heute, nur zehn Monate später, sind es 740.741. Wenn´s so weiter geht, bin ich Ende des Jahres dann auf einer Million.
Mein Dank gilt also Ihnen, lieber Leser! Und ich hoffe, dass Ihnen kLAWtext auch weiterhin genauso viel Freude bereiten wird wie mir. Ich freue mich jedenfalls auf Ihre Kommentare, auf Ihre E-Mails, Faxe, Briefe und Anrufe. Und auf die nächsten tausend Artikel.
Ihr Sebastian Dosch aka kLAWtext